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Olivia's p.o.v.


Chris hatte mir angeboten mich heim zu fahren, aber ich lehnte ab, also brachte er mich zur Haltestelle, vorbei an seinen Fans, die ihn glücklicherweise nicht erkannte, denn auch wenn es nur drei oder vier Mädchen waren, hatte ich für den Tag genug von kleinen Mädchen ohne Manieren gehabt.
Wir standen nicht lange alleine, da sah ich Lynn schon aus dem Hotel laufen.
„Hast du dir schon... was überlegt?“, fragte ich ihn und sah zu ihm auf, als ihm eine seiner blonden Strähnen in die Augen fiel.
„Momentan geht es... du machst es mir einfacher!“, antwortete er und ich lächelte, denn er verstand, auf was ich hinaus wollte. Ich wollte wissen, ob er seine Meinung über den Ausstieg geändert hatte.
„Das ist schön...“, sein Arm legte sich um meine Schultern und zog mich etwas näher an ihn ran, was mich kurz dazu veranlasste die Augen zu schließen.
Lynn stellte sich wortlos neben uns und warf dabei einen kurzen Blick auf den Fahrplan.
„Fünf Minuten!“, sagte sie dann und ich nickte und schloss die Augen erneut, als sich auch Chris' anderer Arm um mich schlang und ich den Kopf an seiner Brust ablegte.
„Morgen steht ihr wieder in der Zeitung!“, grinste Lynn, breitete die Arme aus und legte sie um mich und Chris.
„Gruppenkuscheeeeeeeeeln!“, rief ich leise und schlang einen Arm auch um sie. „Damit sie wenigstens was Schönes zu schreiben haben!“
Kopfschüttelnd legte Chris einen Arm um Lynn und zog sie fest an uns heran, was sie kurz lachend aufkeuchen ließ.
„Wir kurbeln eure Karriere richtig an, was?“, grinste Lynn zu Chris hoch und ich seufzte erleichtert aus, als der Bus angefahren kam und Chris nicht antworten musste.
Nachdem wir uns verabschiedet hatten und im Bus saßen, schloss ich müde die Augen und lehnte den Kopf an die Scheibe.
„Sie sind nicht unbedingt die größten Tänzer!“, stellte ich dann leise fest und musste grinsen. Lynn lachte auf.
„Sie haben auch nicht unbedingt die besten Songs!“, mit einem Räuspern beugte sie sich etwas nach vorne und musterte mich genau.
„Sie covern ganz schön viel, glaube ich... die ganzen Songs kamen mir irgendwie bekannt vor!“, ich zuckte leicht mit den Schultern und richtete mich wieder gerade auf.
„Naja, die DVD ist jetzt sicher auch schon zwei bis drei Jahre alt! Vielleicht haben sie sich ja verbessert, wer weiß?“
„Richie hat ausgesehen wie ein kleines Kind!“, ich lachte leise und Lynn stimmte ein.
„Die Bühnenoutfits waren ja wohl der Hammer!“, sie klang total übertrieben und machte eine abwertende Handbewegung, worüber ich noch mehr lachen musste.
„Total. Wenn ihr Klamottengeschmack auch im normalen Leben so scheiße wäre, würde ich sie mal zum umstylen schicken!“
„Aber die Kleine war süß!“, lenkte Lynn dann ab und ich nickte zustimmend.
„Schade, dass sie so rosa war!“, wieder grinste ich, zuckte aber mit den Schultern. „Hoffentlich sind sie nicht nur als Stars so kinderfreundlich!“
„Als würden sie alles nur spielen!“, Lynn schüttelte den Kopf und sah an mir vorbei aus dem Fenster.
„Siehst du nicht, wie sie sich verändern, sobald ihre Fans in der Nähe sind, oder irgendeine Kamera? Schon alleine, wie sie lächeln... Als müssten sie allen die rosarote Glitzerwelt vorspielen, egal wie schwarz sie ist! Ganz ehrlich... ich bin froh, dass ich nicht in der Öffentlichkeit stehen muss!“
„Ich auch... wenn mir auf Schritt und Tritt ein Haufen Mädchen folgen würde, würde ich durchdrehen!“
„Vor allem, wenn sie so bekloppt sind, wie die Mädchen vorm Studio!“, wir verdrehten beide gleichzeitig die Augen und schließlich rutschte Lynn von ihrem Sitz runter.
„Ich steig dann mal aus und geh' arbeiten!“, sagte sie weniger begeistert.
„Viel Spaß... benimm' dich, lass dich nicht beißen und so... falls der Terrorist nochmal anruft, lass ihn auffliegen!“, ich grinste die Dunkelhaarige breit an.
„Alles klar! Bis morgen?!“, fragte sie und ich nickte.
„Ja, bis morgen!“, kaum hatte der Bus angehalten, war sie hinaus gesprungen und verschwunden.
Als ich zwei Stationen später ausstieg, bemerkte ich erst, dass die Sonne schon unterging. Kein Wunder, es war 21.15 Uhr.
Ich schüttelte den Kopf, als ich wieder daran denken musste, welche Tanzschritte die Armen durchführen mussten und ich ihnen geraten hatte sich einen anderen Choreographen zu suchen. Hilarious, wie ich noch vor Kurzem zu Richie gesagt hatte, der nur seufzend den Kopf wieder in den Händen versteckte. Es sah aber wirklich zum Schreien aus.

Am nächsten Morgen in der Schule klingelte mein Handy ab viertel vor zehn unentwegt, aber ich konnte ja schlecht mitten im Bio-Kurs ran gehen, weswegen ich erst um kurz nach elf zurückrufen konnte.
Richie klang ein wenig aufgeregt, was ich etwas verwundert zur Kenntnis nahm.
„Warum rufst du sie nicht einfach an?“, fragte ich ihn, als er mir gerade davon erzählte, dass er sich ein paar Wohnungen angucken wollte und eigentlich vorhatte Lynn mitzunehmen.
„Weil sie schläft?!“, fragte er dagegen und ich seufzte.
„Und was soll ich da jetzt machen? Ich kann sie auch nur anrufen und wecken!“, ein paar meiner Mitschüler sahen mich irritiert an, aber ich winkte nur ab und drehte mich in die andere Richtung, um auf den Schulhof zu gehen.
„Ach, du sollst sie doch nicht aufwecken. Ich habe den ersten Termin sowieso erst um drei. Ihr seht euch doch sicher vorher schon... wir haben gleich noch so ein Meeting und ich weiß nicht, ob ich vorher noch einmal dazu komme sie anzurufen!“, schilderte er mir dann seine Situation und ich stellte meine Tasche auf den Steinboden ab, ehe ich mich auf die kleine Mauer sinken ließ.
„Achso, ich hab nur den Botenjob!“, ich grinste etwas schief, was er aber nicht sehen konnte, also machte er ein etwas verzweifeltes Geräusch am anderen Ende.
„Ach Quatsch. Chris kommt auch mit und eigentlich warst du auch fest eingeplant, ich wollte nur...“
„Chris? Ist gut, ja? Das war nicht böse gemeint, wirklich!“, wieder starrten mich ein paar Mädchen an, aber ich überschlug nur die Beine und fragte mich, wieso sie mir beim Telefonieren zuhörten.
„Ohooo, sie nennt mich wieder Chris!“, er lachte leise.
„Wieso soll ich dich auch Richie nennen?“, zischte ich leise. „Ich sitze mitten auf dem Schulhof und ein ganzer Haufen anderer Menschen starrt mich regelrecht an, weil ich mit dir telefoniere und erst vor Kurzem – falls du dich noch daran erinnern kannst – in der Zeitung gestanden habe! Es gibt also mindestens zehn gute Gründe, wieso ich nicht Richie sage!“
„Jetzt hast du's aber schon zwei Mal gesagt... sag mir nur einen Grund, wieso du Chris sagst!“, drängte er mich und ich hätte wetten können, dass er breit grinste.
„Weil du Christopher heißt und die logische Abkürzung davon ist nun mal Chris. Finde dich damit ab! Ich bin keiner deiner Fans, dass ich dich jedes Mal Richie nennen muss!“, ich seufzte leise.
„Jetzt hast du's schon wieder gesagt!“, diesesmal lachte er wirklich auf.
„Okay, CHRIS, ich lege jetzt auf. Ich sag Lynn bescheid und dann sehen wir uns ja sowieso nachher!“, wollte ich das Gespräch beenden.
„Okay, also um drei bei Lynn, okay?!“, fragte er.
„Ich bringe Fabi mit... und einen Kindersitz. Bis dann!“, und schon hatte ich aufgelegt.
Um mich herum hatten sich ein paar jüngere Schülerinnen versammelt und ich zog die Augenbrauen zusammen.
„Sucht ihr was?“, fragte ich sie und stand wieder auf.
„Hast du gerade mit US5 telefoniert?“, fragte mich eine und ich schnappte mir meine Tasche.
„Was?“, fragte ich ungläubig.
„Na- mit der Band. Du warst das doch, die mit Chris in der Zeitung war, oder? Und du hast doch gerade mit jemandem auf Englisch geredet und- das waren doch bestimmt US5, oder?“, bohrte nun eine andere weiter.
„Hört mal... ich habe keine Ahnung wovon ihr redet, aber es ist echt unhöflich anderen Leuten beim Telefonieren zuzuhören. Das ist privat!“
Ich war froh, als Moritz aus meinem Englischkurs um die Ecke bog und sich durch die Mädchenmenge drückte.
„Was ist denn hier los?“, fragte er mich etwas verwirrt.
„Nichts weiter... ich glaube die Unterstufen sind nur fasziniert von mir!“, damit hackte ich mich bei ihm unter und verschwand wieder im Gebäude.

Gegen zwei Uhr mittags klingelte ich mit Fabi auf dem Arm und ihrem Kindersitz in der Hand bei Lynn und Ben. Sofort surrte die Tür und ich drückte mich dagegen, damit sie klackend aufging und ich die Treppen zur Wohnung hoch laufen konnte. Ben stand in der Tür und schien erleichtert, als er mich sah.
„Hast du gedacht ich bin Ryan?“, fragte ich und setzte Fabi ab, die Ben grinsend die Arme ums Bein schlang.
„Man weiß ja nie...“, antwortete er etwas grimmig und bückte sich dann zu Fabi, um sie auf seine Arme zu heben.
Ich schloss die Tür hinter mir und stellte den Kindersitz in die Ecke, als Lynns Zimmertür aufging und sie völlig verschlafen, die Haare in alle Richtungen stehend, hinaustrat.
„Wie spät ist es?“, fragte sie und schien verwundert darüber, dass ich hier war.
„Zwei... mach dich fertig, Richie kommt in einer Stunde und nimmt uns mit zum Wohnungsbesichtigen... die wollen wohl alle aus dem Hotel weg!“, sofort rissen sich ihre Augen auf, sie stürmte an uns vorbei ins Bad und die Tür knallte zu.
„Das hättest du ihr früher sagen sollen!“, grinste Ben und lief ins Wohnzimmer, wo er Fabi wieder absetzte.
„Ich sollte sie nicht aufwecken. Befehl von oben!“, lachte ich.
„Magst du was trinken?“, fragte Ben, breit grinsend und ich schüttelte den Kopf, deutete aber auf Fabi.
„Ich nicht, danke, aber sie sicherlich!“
Meine blonde Nichte folgte Ben auf Schritt und Tritt, als wäre er ihre große Liebe und ich ließ mich an den Esstisch sinken und beobachtete sie einfach nur dabei, wie sie mit großen Augen bewunderte, wie Ben ihr etwas Wasser in einen Plastikbecher goss.
„Du hast da wohl eine neue Verehrerin!“, stellte ich fest. Fabienns Augen ruhten weiterhin auf Ben, während sie den Becher mit beiden Händen an ihre Lippen führte und vorsichtig trank.
Der groß gewachsene junge Mann bückte sich zu ihr runter. „Dann ist sie aber die süßeste Verehrerin, die ich habe!“, lächelte er und schien auch nur noch Augen für die Kleine zu haben.
„Wie schön, dass ihr euch so gut versteht! Ihr werdet sicher mal ein tolles Paar... wenn sie alt genug ist... in 16 Jahren oder so!“, ich kicherte und schließlich drehte Ben doch den Kopf zu mir, sagte aber nichts.
Kurz darauf trat Lynn in ein Handtuch gewickelt aus dem Bad und eilte durch das Wohnzimmer zurück in ihr Zimmer, wo sofort die Tür wieder zuknallte.
„Du hast noch Zeit, er ist in einem Meeting, vielleicht kommt er auch etwas später!“, rief ich ihr hinterher, aber der Föhn war schon an und sie hatte es wahrscheinlich nicht gehört.
„Ihr geht also ein paar Wohnungen angucken?“, fragte Ben mich und nahm den Becher entgegen, den ihm Fabi entgegen hielt, um ihn auf die Küchenablage zu stellen.
„Das war es, was er mir heute morgen gesagt hat, ja!“, ich lachte, als Fabienne doch auf mich zugerannt kam und die Arme ausstreckte, in der Hoffnung, ich würde sie auf den Schoß nehmen.
„Ist ihm das Hotel nicht mehr gut genug?“, Ben ließ sich mir gegenüber auf den Stuhl sinken.
„Ich denke, sie sind sowieso so viel in Berlin, dass sie einfach billiger wegkommen, wenn sie sich alle eine Wohnung suchen, anstatt ständig im Hotel zu sitzen. Sie müssen sich ja nicht alle an einer anderen Ecke Berlins verteilen! Aber frag mich nicht, das ist reine Spekulation!“, ich zuckte die Schultern und nahm Fabi unter den Armen nach oben, um sie auf meinem Schoß abzusetzen, auf dem sie sofort anfing etwas auf und ab zu hüpfen.
„Hm... ist wahrscheinlich auch ein schöneres Gefühl nach Hause zu kommen, als ins Hotel!“, spekulierte Ben weiter.
„Kann sein!“, ich sah auf Fabi runter, die das Gesicht nun ungeduldig verzog. „Was willst du denn? So fahren die Damen?“, fragte ich und da erstrahlte ihr kleines Gesicht und sie griff nach meinen Fingern um sich festzuhalten.
Ich lachte leise, rückte sie auf meine Knie und bewegte dann langsam die Beine von rechts nach links. „So fahren die Damen, so fahren die Damen!“, ich ließ sie leicht reiten, „so reiten die Herren, so reiten die Herren!“, abwechselnd hoben sich meine rechtes und mein linkes Knie etwas an, „so schockelt der Bauer, so schockelt der Bauer..“, ich hielt inne und Fabi grinste schon wissend. „und – so -“, flüstere ich nah an ihrem Ohr, und fing dann an sie wild reiten zu lassen, „... reitet der wilde Reitersmann, weil er nicht anders kannnn!“, dabei ließ ich sie nach hinten rutschen, wobei sie sich fest an meinen Fingern festhielt und lachend den Kopf nach hinten warf.
Ben grinste uns an, als ich Fabis Bauch kitzelte und sie strampelte und laut kicherte, bevor ich sie wieder an den Händen hochzog.