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Madelyn's p.o.v.


„Da!“, erklärte ich Richie und Chris, die sich beide seltsam verschlossen verhielten und zu Boden sahen, als ob sie die Leute nicht sehen wollten- oder umgekehrt? Wir setzten uns an eine Tischgruppe direkt neben der Bar- sozusagen unser Stammtisch.
„Was darf's heute für meine liebsten Ladys sein?“ Clemens, der Barkeeper vom Glow. warf Ella und mir ein Lächeln zu und warf seinen Shaker in die Luft, sodass er sich dort zwei mal drehte und fing ihn dann wieder geschickt auf.
„Zum warm werden erstmal 'ne Runde Cocktails- aber stell uns bitte schon 4 Tequilas dazu, geht schneller“, grinste Ella und wippte im Takt der Musik mit ihrem Fuß. „Für mich wie immer, für Ella deinen neuen Mörderdrink und für unsere Begleitung?“ Ich sah Chris und Richie fragend an. Beide schienen immer noch nicht zu ihrer lockeren Natur gefunden zu haben. Gut, mal abgesehen davon, dass Richie und ich im Moment- nennen wir es- eine schwierige Beziehung zueinander hatten. Unsere letzte Begegnung ließ Fragen ungeklärt und das belastete mich anscheinend genauso sehr wie ihn- der Alkohol würde es schon richten.
„Zwei Bier“, antwortete Chris für die beiden und verschränkte die Finger ineinander.
„Laaangweiler“, rief Ella auf und warf ihm einen verächtlichen Blick zu.
„Oh ja- Bier? Wann hab' ich das zuletzt getrunken?“, fragte ich Ella, um mitzuspielen.
„Mit 13? 12? Ich hab's vergessen“, lachte sie und griff über Chris' Schoß nach meiner Hand. „WIR trinken euch zwei Müttersöhnchen doch locker unter den Tisch“ Ich lachte laut auf und sah Ella zu, wie sie Clemens das Tablett mit den Getränken aus der Hand riss und ihm etwas zuflüsterte, woraufhin er grinsend nickte und wieder hinter seiner Bar verschwand.
„Exen!“, riefen wir beide zeitgleich Chris und Richie zu- zwei Dumme ein Gedanke. Chris hielt anscheinend nicht viel von dieser Idee. Es schien als ob er aufstehen wollte, um sich zu verabschieden, aber Richie zog ihn an seinem Hosenbein wieder zurück und sah ihn mahnend an.
„Das kann ich jetzt nicht mit meiner männlichen Ehre vereinbaren“, zischte er ihm leise aber dominant zu und lächelte Ella und mich verführerisch an, ehe er sein Getränk ansetzte und es in einem Zug austrank.
„Jetzt duu!“, lachte Ella und hielt Chris sein Bier hin.
„Sicher“, sagte er, verdrehte die Augen und wollte schon auf dem Absatz kehrt machen, bevor Ella nach seiner Hand packte und ihm tief in die Augen sah. Dieses Biest- dieses böse, böse Mädchen!, dachte ich und lachte. „Guck“, sagte ich, nahm meinen Pina Colada und zog auch in einem Zug ab- schade um das gute Getränk, aber 'so what'? Mit noch ein paar „Büüüüüüüdde Chrüssie Hasi“, hatte Ella ihn dann endgültig- natürlich... der Typ war schließlich auch nur ein Mann! Ella zog mit ihrem Cocktail gleich und schüttelte sich dann, ehe sie laut auflachte und ihren Tequila verführerisch zugrinste. Ich schnappte mir die Limone, drückte sie auf dem Handrücken aus, streute Salz daneben, leckte beides ab und trank mein Schnapsglas aus. Sofort spürte ich, wie sich die Wärme in meinem Körper ausbreitete und ich musste grinsen.
„Très bien“, erklärte Ella in ihrem besten französisch, wedelte mit den Armen in der Luft und tat es mir gleich.
„Jetzt seid ihr dran! Mes amours“, lachte ich und schob das Tablett Chris und Richie zu. Schwupps- und runter. Clemens war nicht nur unser liebster Barkeeper- er war auch eine Art Hellseher. Der Typ wusste einfach immer, wann Nachschub gefragt war. Und Zuuup- die nächsten paar Schnapsgläser hatten wir auch schnell leer.
„Tanzen“, rief Richie, sprang auf, nahm meine Hand und zog mich zur Tanzfläche. Auch Chris war total locker geworden und lief uns mit Ella an der Hand nach. Meine Güte, wenn die beiden so schnell lustig wurden, brauchten Ella und ich uns noch nicht einmal groß Mühe geben, um die beiden fertig zu machen.
„When I grow up“- von den Pussy Cat Dolls füllte den ganzen Club und kaum einer schaffte es auf seinem Stuhl sitzen zu bleiben. Ich öffnete meine Hochsteckfrisur und verschränkte meine Finger mit Ellas. Wir tanzten laut lachend, von der Musik getrieben und dem Alkohol gelockert- Kein kleiner Gedanke an die hohen Hacken, die uns am nächsten Morgen, wenn wir so weiter machen würden, wahrscheinlich böse Blasen bescheren würden. Chris legte seine Hände an Ellas Hüften und konnte nun auch endlich unbeschwert lachen. Ich drehte mich zu Richie um und ließ mich in seine Arme fallen. Ich musste grinsen und schloß meine Augen, um mein Gleichgewicht zu halten. Der vertraute Geruch seines Parfüms füllte meine Lungen und ich sah wieder auf. Auch er lachte und tanzte mit mir in seinen Armen zum Takt. Ella riss mich wieder aus dieser Umarmung und legte ihre Arme um meine Schultern. Ich setzte meine Arme auf ihren Hüften ab und sah ihr tief in die Augen- immer mit einem bösen Grinsen auf den Lippen.
„Baby, du darfst nicht vergessen, dass ich bei dem Typen da noch 'ne Rechnung offen habe“
„Oh ja“, lachte ich und warf Richie einen versuchten bösen Blick zu, der unabsichtlicherweise in einem Lachen ausartete. Das Lied ging zu Ende und Ella und ich beschlossen, dass es mal wieder Zeit für ein paar Kurze war.
„Runter mit dem Dreck“, lachte ich uns schluckte das Getränk, mit dem stechenden Geruch runter. So ging das eine ganze Weile. Die Jungs machten brav mit und Ella und ich hatten wahrscheinlich den größten Spaß dieser Woche in diesen Stunden.
„Jetzt wird die Rechnung begleicht- ähhh beglichen“, lachte Ella und rutschte über meinen Schoß zu Richie. Nach einem Schlag ins Gesicht und einem lauten Lachen, rutschte sie wieder zurück und trank siegessicher ihren Tequila aus. „Mir geht’s so viel besser“, grinste sie und lehnte sich nach hinten.
„Wofür war das denn bitte?“, fragte er sie entsetzt und griff sich an seine Wange.
„Dafür, dass du Lynn hast sitzen lassen, du Arsch!“, grinste sie und sah Chris an.
„Gut gemacht“, stimmte er ihr zu und auch ich rückte zur Fraktion Ella- Chris über.
„Hey! Chris- du weißt genau wie das war!“, versuchte er sich zu verteidigen und griff nach seinem nächsten Tequila. Zack- weg.
„Ja, ja, ja! Ihr seid doch alle gleich“, sagte ich und verdrehte die Augen. In diesem Moment kam Clemens mit einem kleinen Päckchen in der Hand auf unseren Tisch zu und grinste Ella an.
„Danke- du bist ein Schatz“, lachte sie, drückte dem großen Mann einen Kuss auf die Wange und nahm ihm das kleine Päckchen ab.
„Was ist das?“, fragte Chris sie und sah skeptisch auf ihre Hand- wohl eher erwartend.
„Später“, lachte sie und griff nach ihrem nächsten Drink.
Aus dem Augenwinkel konnte ich beobachten, wie die Dunkelhaarige, mir sehr wohl bekannte Frau auf unsere Tischgruppe zusteuerte und sich dann schlussendlich, böse dicht an Chris' Schoß niederließ. Tina, die Frau von der Garderobe gab Ella ein Küsschen links und eines rechts und nickte mir dann gespielt freundlich zu.
„Biaaaatsch“, flüsterte ich leise und nippte unschuldig an meinem Drink. Meine Abneigung Tina gegenüber war nicht unbegründet. Sie hatte früher mehrere Male versucht Ryan, sogar in meiner Anwesenheit anzugraben und ihn rumzubekommen. Damals vergeblich. Nichts desto trotz, würde ich wahrscheinlich niemals vergessen, wie sie ihn von sich zu überzeugen versucht hatte, indem sie ihm an einem Abend mehrere Male auf der Herrentoilette aufgelauert hatte, um mit ihm einen Quicky zu schieben.
Damals- vor ungefähr einem halben Jahr, galt sein Interesse aber noch ganz allein mir und somit hatte dieses Luder keine Chancen gehabt.
„Ich hoffe du trägst dich auch nächstes Jahr für Schauspiel ein- der neue Professor soll so was von sexy sein!“, beteuerte sie und legte ihre Hand auf Chris' Oberschenkel ab, ehe sie ihm einen verführerischen Blick zuwarf. Chris, der wahrscheinlich gar nicht recht wusste, wie es ihm geschah, sah sie verwirrt an. In seinem Zustand, schien er nicht in der Lage zu sein, um zu handeln, also wandte ich mich schnell Richie zu und flüsterte ihm ins Ohr:
„Setz dich neben ihn und mach 'ne schwule Bemerkung“ Er grinste mich an und strich mir eine Strähne aus dem Gesicht.
„Dir zuliebe“ Richie stand auf, drückte Ella von Chris' Seite zu mir und nahm seine Hand. „
Baby, könntest du bitte deine Hände von meinem Freund nehmen? Das Schätzchen hier- ist meins“
Ella sah mich ungläubig an und hielt sich dann die Hand vor den Mund, um nicht vor Tina in Gelächter auszubrechen. Tinas Miene änderte sich schlagartig und schneller, als ich meinen nächsten Tequila austrinken konnte, war sie auch schon wieder verschwunden. Richie rückte wieder über Ella und mich und ließ sich nach hinten in die Lehne des weißen Ledersofas fallen.
„Lustisch“, grinste er und kicherte in sich hinein.
„Komm zurück Schaaatz“, beschwerte sich Chris und sah Richie sehnsüchtig an.
„Nachher Süßer“, antwortete dieser und zwinkerte ihm zu. Ella und ich konnten uns vor Lachen kaum mehr halten. Dieses schwule Image stand den beiden einfach nur zu gut. Ich ließ mich in Richies Schoß fallen und drückte mein Gesicht gegen sein T- Shirt. Dass die beiden so schnell so gut dabei waren, war definitiv zu viel.
„Noch 'ne Runde? Und dann gibt’s meine kleine Überraschung für den Abend“, grinste Ella und warf Clemens einen Blick zu, woraufhin dieser nickte und die nächsten 4 Schnapsgläser füllte.
„Ich schreib's auf die Rechnung- und du musst mir unbedingt berichten, was passiert“, grinste Clemens und stellte die Getränke auf den Tisch. Die ganze Sache wurde langsam seltsam. Keine Ahnung, was Clemens Ella da vorhin in die Hand gedrückt hatte, aber so wie ich den Barkeeper meines Vertrauens kannte, konnte es nur eine Menge Spaß verheißen.
„Überraschung also?“, grinste Chris und beäugte Ella von oben bis unten.
„Nicht so wie du denkst- also- doch- vielleicht“, lachte sie und erhob das letzte Glas.
„Auf die Freundschaft“, sprach sie und sah erwartungsvoll in die Runde.
„Auf die Freundschaft“, erwiderten wir im Chor. „- und ein bisschen mehr“, säuselte der Junge zu meiner Linken so leise, dass ich es kaum gehört hatte. Reine Einbildung- der Alkohol!
„So und jetzt zur Überraschung- macht euch fertig, wir gehen“, grinste Ella und nahm sich ihre Tasche. Ehe einer von uns die Chance hatte, sie zu fragen, wohin, war sie schon in Richtung Garderobe gestürzt und ließ alle unsere Jacken von Tina raus suchen. Sie drückte sie jedem von uns in die Hand, hakte sich bei Chris ein und ging nach draußen. Richie streckte mir auch seinen Arm entgegen, sodass ich mich in diesen hakte und wir grinsend den beiden anderen hinterher liefen.
„Muss ich jetzt Angst haben, oder darf ich das auch lustig finden?“, fragte Chris Ella und blieb einen kurzen Moment stehen, nur um klar zustellen, dass sie ihm auch zugehört hatte.
„Selbst wenn du Angst haben müsstest, bräuchtest du keine Angst haben, weil da wo wir hingehen, gibt’s noch genug Wodka und Berentzen, dass dir das auch wieder egal ist“, grinste sie und zog ihn weiter. Chris und Ella waren uns ca. 10 Meter voraus. Ruckartig blieb Richie stehen und zog sich seine Jacke so mühevoll aus, so mühevoll, wie ich noch nie jemanden zuvor seine Jacke hatte ausziehen sehen.
„Weißt du- vielleicht bin ich ein bisschen betrinkt- ähhh betrunken! Aber Anstand hab ich trotzdem“, grinste er, legte mir seine Jacke über die Schultern und ging weiter. Und wieder füllte der süßliche Duft seines Parfüms meine Lungen und meinen Kopf. Da oben, war im Moment sowieso schon alles etwas schwummerig, aber dieser Geruch machte die Sache noch mal um ein bisschen schlimmer. Ich lehnte mich sanft gegen seine Schulter, um mein Gleichgewicht wieder zu finden und beschloss dann aus meinen hohen Schuhen zu schlüpfen, um sicher zu gehen, dass ich auch ganz wirklich nicht umfallen würde.
„Moment“, säuselte ich, ließ meinen Gedanken Taten folgen und nahm die High Heels in die Hände. Meine nackten Füße berührten den kalten, nassen Boden. Die Kälte durchfuhr meinen ganzen Körper, bis sie dann schließlich in meinem Kopf ankam und für einen Moment der Klarheit sorgte. Einen kurzen Moment der Klarheit, denn ehe ich mich wieder einigermaßen gesammelt hatte, hoben mich die kräftigen Arme des blonden Amerikaners neben mir hoch und er sah mir tief in die Augen.
„Ich kann ja nicht verantworten, dass du krank wirst“
„Oh nein- du bist betrunken und wenn du umkippst mit mir, dann bin ich auch krank. Und ich glaub die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert, ist höher, als die, dass ich mich erkälte“, lachte ich und legte meine Arme um seinen Hals, um nicht zu fallen.
„Ein bisschen Vertrauen?“, grinste er und ging los.
„Geht das auch ein bisschen schneller da hinten?“, schrie Ella und Richie lief ihr und Chris schnell hinterher- mit mir in seinen Armen.
Der Alkohol- der böse, böse Alkohol.