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Madelyn's p.o.v.


Ich hätte mit so vielem gerechnet, aber nicht damit! Dass Ella mir den Part mit dem Rummotzen abnahm, kam mir ganz gelegen, denn ich war zu dieser Zeit sicher nicht in der Lage die drei dafür runter zu machen.
Sofort hörte ich den amerikanischen Akzent des kleineren der zwei Blonden raus. Ryan hatte genau diesen, als er anfangs von Amerika mit seiner Familie nach Berlin gezogen war und ich liebte ihn einfach nur so sehr.
„Und was macht ihr zwei hier – oben?“, fragte Richie und sah zu mir. Ich lächelte kurz auf und überlegte mir die passendste Antwort. „Einfach ein bisschen entspannen.“
„Wieso müsst ihr das verdammt noch mal auf einem Dach tun, zu dem die Türe kaputt ist?“ Jay, der große dunkelhaarige, der zuvor den Eindruck machte sich damit abgefunden zu haben, dass wir hier eine Weile festsitzen würden, wurde wieder sauer.
„Sei nicht kindisch! Die zwei können auch nichts dafür, dass diese blöde Türe kaputt ist“, versuchte Chris ihn zu beschwichtigen.
„Hast du denn nicht hier oben Empfang?“, fragte Richie, um die Lage ein bisschen zu entspannen und sah zu mir. Sofort kramte ich mein Handy aus meiner Hosentasche und sah auf den Display.
„Hab ich“, stellte ich fest und schluckte.
„Na bitte- und wie sieht's aus mit Guthaben?“- Jay mischte sich direkt wieder in das Geschehen ein.
„Nur noch sechs Freiminuten... zu Ryan“ Bei dem Namen meines Ex Freundes verstummte meine Stimme und ich versuchte mich einfach nur so gut es ging zu beherrschen.
„Na bitte“, sagte Jay, doch wurde direkt wieder von Ella unterbrochen.
„Nein! Den rufen wir sicherlich nicht an!“, rief Ella und versuchte dieses Thema so schnell wie möglich zu beenden. „Warum denn das schon wieder nicht?!“, Jay schien langsam nervig zu werden und wie sollte es anders sein, konnte Ella sich daraufhin nicht zurückhalten und musste Contra geben:
„Das geht dich so was von gar nichts an! Wenn ihr hier nicht hochgekommen wärt, säßen wir hier jetzt nicht fest!“ Vor Wut stieg dem blonden Mädchen das Blut in den Kopf und färbte ihre Wangen in ein zartes rosa.
„Jetzt hör doch mal auf mit dem Kindergarten, Tareq Jay Khan! Wenn sie sagt- wir rufen ihn nicht an, dann rufen wir ihn nicht an! Basta!“, nahm Chris Ella in Schutz und sprang auf. Der blonde Junge ging zur Türe und rüttelte dann an ihr. Nichts- rein gar nichts. Leise fluchend kam er wieder zurück und erntete dafür ein leicht spöttisches Grinsen von seinem Bandkollegen. Eine Weile saßen wir so da, jeder für sich und überlegten wie wir hier ohne all zu großes Aufsehen zu erregen, galant herunterkommen könnten.
„Und wenn wir einfach solange gegen die Tür treten, bis uns jemand hört?“, wand Richie ein.
„Süß“, brachte Ella ihm genervt entgegen und in diesem Punkt stimmte sogar Jay ihr zu. Ich musste bei der Vorstellung grinsen, doch dieses verging mir dann auch wieder relativ schnell, weil mir langsam bewusst wurde, dass die einzig vernünftige Lösung sein würde, Ryan zu bitten hier hoch zu kommen, beziehungsweise ihn zu bitten jemanden zu schicken, der hier hoch kommen würde, um uns die Tür zu öffnen. Wie ich darauf reagieren würde, seine Stimme nach Monaten wieder zu hören, geschweige denn ihn zu sehen, konnte ich nicht einschätzen. Zum 3. Mal an diesem Abend fing ich an meine Unterlippe vor und zurück zu schieben und in den Himmel zu starren, um nicht emotional zu werden.
„Mir ist arschkalt“, murmelte Ella und brach die Stille damit. Ohne zu zögern, zog Chris sich seinen Pullover aus und reichte ihn ihr. „Danke“ Ella schenkte dem Jungen ein Lächeln und zog sich dann seinen Pullover über.
„Magst du meinen haben?“, fragte Richie mich und ich blickte zu ihm herüber. Er legte sein Gesicht schief, lächelte mich an und schien auf meine Antwort zu warten. Ich nickte ihm auch lächelnd zu und zog mir dann den Pullover, den er sich ausgezogen hatte, über. Der süße Duft seines Parfums, der den warmen Pullover umgab, stieg mir sofort in die Nase und wirkte irgendwie beruhigend auf mich.
„Ich ruf Ryan an, es wird langsam lächerlich“, sagte ich in Richtung Ella, die protestierend aufstand, mich an der Hand nahm und an den Rand des Daches zog.
„Madelyn Christine Parker- das ist hirnlos! Schwachsinnig und total idiotisch!“
„Nein, hier rumzuhocken ist hirnlos, schwachsinnig und total idiotisch!“
„Es wird dir wehtun! Und ich seh' es nicht ein, nur weil diese drei Deppen hier hochgekommen sind und die Türe zu feste zugeknallt haben, deinen Ex anzurufen und dir damit noch mehr weh zu tun!“
„Dann ruf du ihn an!“
„Werd' ich nicht tun!“
„Dann einer von den dreien!“
„Das ist nicht dein Ernst!“
„Gut, dann mach ich's!“
„Gib her das Ding!“, sagte Ella, um diese Diskussion zu beenden und streckte die Hand nach dem Handy aus. Ich holte es aus meiner Hosentasche und legte es in ihre Handfläche. „Das hier- werden wir nur im aller äußersten Notfall tun“, sagte sie, steckte sich das Handy in ihre Handtasche und stapfte mit mir an der Hand zurück zu den Jungs.
„Vergesst es!“, sagte Ella, um die Erwartung der drei direkt zu Nichte zu machen und wir setzten uns wieder. Genervt von dieser überaus peinlichen und dummen Situation legte ich meinen Oberkörper wieder zurück auf den Boden und versuchte die Stimmen um mich herum einfach abzuschalten. Es würde nichts bringen sich jetzt darüber aufzuregen. Ich seufzte kurz auf und schloss meine Augen.